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Artikel: Karriereaussichten mit BWL Studium

Karriereaussichten mit BWL Studium

Lohnt sich ein Bwl Studium noch ...

 
Lange galt ein BWL Studium als das "Non Plus Ultra" für eine makellose Karriere oder als Garant für Kandidaten, denen nichts Besseres einfiel. Es war nichtmal wichtig, dass Studenten schnell fertig waren. Doch der Arbeitsmarkt hat sich verändert und die Auswahl an alternativen Ausbildungen um einiges erweitert. Nachdem in diese Artikel mögliche Alternativen erläutert werden, möchte ich gegen Ende auf die Perspektiven nach dem Studium näher eingehen.

Gerade in den 90ern erlebte das BWL Studium einen Boom wie nie zuvor. Das BWL Studium galt als ein Garant für eine makellose Karriere, die Universitäten und Fachhochschulen wurden regelrecht überflutet mit Bewerbern, von denen nicht wenige sogar schon über eine kaufmännische Lehre verfügten. Nach dem Studium direkt in die Managerposition. Das BWL Studium dauerte in einem klassischen Diplomstudium an den meisten Universitäten ca. 10 Semester. Eingeleitet von einem Grundstudium, das der Aussortierung der Studenten diente, folgte ein Hauptstudiumsteil inkl. Spezialisierung und einer Diplomarbeit. Idealer Weise kümmerte sich der Student schon während des Studiums um das ein oder andere Praktikum oder ergänzte das ganze mit einem Auslandssemester. Die Berufsaussichten waren für die meisten ziemlich gut, ebenso die ersten Gehälter. Praktika nach dem Studium waren eher den Geisteswissenschaftler zuzuordnen.

Doch schon mit dem Zerplatzen der Börsenblase änderte sich dieser Trend. Auch in Unternehmen gut einsetzbare Absolventen der Wirtschaftswissenschaften bekamen langsam Probleme den direkten Weg in die Arbeitswelt zu finden. Gleichzeitig erlebte die Welt der Studiengänge einige Reformen. Der klassische Diplomstudiengang ist mittlerweile an den meisten Universitäten und Fachhochschulen in das angelsächsische Bachelor- und Master-Modell reformiert worden. Die Namen der Studiengänge haben sich verändert. Man spricht jetzt z.B. vom „Bachelor of Science of Finance“ oder “International Business Administration”. So vielfältig wie die Titel geworden sind, so schwierig war auch ihre anfängliche Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt. Zudem gewährleisten die neuen Titel noch keine internationale Akzeptanz. Nach einem Bachelor mit ungeklärter internationaler Akzeptanz aus Deutschland kann es schwierig werden, z.B. einen Aufbaustudiengang an einer ausländischen Hochschule aufzunehmen.

Ein weiteres Problem neben dem immer weiter wachsenden Angebot an Studiengängen und auch privaten Institutionen sind die in Deutschland nach und nach eingeführten Studiengebühren, die das Studium für den einzelnen noch teurer machen. Sicherlich gibt es Möglichkeiten der Finanzierung, zur Not über Kredite, aber es bleibt fraglich, ob man nach dem Studium überhaupt die Möglichkeit hat, die Kosten des Studiums wieder hereinzuholen. Denn längst sind die Zeiten vorbei, in denen BWL-Absolventen die Qual der Wahl zwischen den Arbeitsangeboten auf dem Arbeitsmarkt haben. Auch sie sind immer häufiger auf Praktika oder Trainee-Arbeitsverhältnisse nach ihrem Studienabschluss angewiesen. Häufig verdienen sie nach ihrem Studium nicht mehr als ein Angestellter mit kaufmännischer Ausbildung und dafür der entsprechenden Berufserfahrung im selben Alter.

Sicherlich kann sich ein BWL Studium lohnen, wenn man sich vorher Gedanken macht, wohin man hin will. Die Zeiten sind jedoch vorbei, in denen man mit einem BWL Studium weiter kommt, weil einem nichts Besseres eingefallen ist. (sh)
 
 
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Artikel Kommentare: (1)
 
26.05.2009 - 09:47 von Dr. Fischer
 
Guten Tag, den Ausführungen kann man durchaus Beachtung schenken. Eine individuelle Kombinatorik (Wirtschaftsrecht etc.) ist daher zu bevorzugen. Herzlichst Dr. Fischer
 
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