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Artikel: Probleme der gesetzlichen Rente

Probleme der gesetzlichen Rente

Die gesetzliche Rente wird höchstwahrscheinlich nicht mehr ausreichen ...

 
Mit den heute eingezahlten Rentenbeiträgen der aktiv im Arbeitsprozess stehenden werden die Renten der jetzigen Rentner finanziert. Dieser Solidarpakt wurde in den fünfziger Jahren beschlossen. Er funktioniert nur, solange genug Kinder heranwachsen. Die Anzahl der geborenen Kinder ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Auf 100 Erwachsene kommen heute noch 65 Kinder. Es ist deshalb auch ganz wichtig, dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden. Alle vernünftigen Maßnahmen in diese Richtung müssen von den gesellschaftlichen Kräften unterstützt werden. Länder wie Frankreich, die vor ca 40 Jahren ähnliche Probleme hatten, haben bewiesen, dass es Lösungswege gibt. Hier werden heute im Durchschnitt pro Familie über 2 Kinder geboren.

Verändert hat sich auch die Lebenserwartung. Wir werden immer älter. Damit erhöht sich auch die Zahl der Rentner, deren Rente nach dem jetzigen Solidarpakt, von den Aktiven finanziert werden muß. Durch weniger Beitragszahler und längere Lebenserwartung werden die Grundlagen unseres Rentensystems verändert. Heute finanzieren 1,5 Beschäftigte eine Rente. Nach dieser Berechnungsgrundlage wird 2030 ein Beschäftigter einen Rentner finanzieren. Dazu müssten die Rentenbeiträge drastisch erhöht werden. Die Rente mit 67 wird diesen Trend etwas entgegenwirken.

Auch die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Löhne in einigen Branchen tragen mit dazu bei, dass weniger Geld in die Rentenkassen fließt. Das bedeutet immer weniger Einnahmen bei ständig steigenden Ausgaben.

Eins ist sicher, alle Maßnahmen werden die Rentenlücke nur verkleinern, aber nicht schließen. Das heutige Rentenniveau liegt im Durchschnitt bei 70% des letzten Nettoeinkommens. Wer in Zukunft 45 Jahre in die Rentenkasse steuert, muß damit rechnen, dass seine Rente nur noch 65 % des letzten Nettoeinkommens beträgt. Durch staatliche Maßnahmen, wie stärkere Beteiligung der Rentner an den Kranken- und Pflegeversicherungen wird dieses Niveau noch weiter reduziert. Berufsgruppen mit schwerer körperlicher Arbeit können auch in Zukunft kaum bis 67 Jahre arbeiten. Hier wird die Rentenlücke noch größer. Dieser drohenden Altersarmut muss vorgebeugt werden.
Eine wichtige Säule ist die betriebliche Altersvorsorge. Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch, Teile vom Lohn in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. Finanziert wird sie aus dem Bruttogehalt, so dass weitere steuerliche Vorteile wirken. Auch die Arbeitgeber können damit ihre Lohnnebenkosten reduzieren und ihren Mitarbeitern eine attraktive Zusatzversorgung für das Alter bieten.

Eine dritte wichtige Säule zur Erhaltung des Lebensniveaus im Alter ist die private Altersvorsorge. Dazu gibt es eine Vielzahl von geförderten attraktiven Möglichkeiten. Riester, Rürup und weitere geförderte Maßnahmen sind im Angebot. Besonders wichtig ist, rechtzeitig damit zu beginnen. Bei jüngeren und gesunden Menschen sind die Beiträge, auch wegen der längeren Einzahlungen, wesentlich geringer als bei älteren Bürgern. Hier besteht auch die Möglichkeit, den Renteneintritt selbst zu bestimmen. Wer nicht länger arbeiten möchte, oder zu Berufsgruppen zählt, wo es nur schwer möglich ist, der sollte für den Zeitraum vorsorgen, um den der Rentenbeginn verschoben wird. Nur wer bereit ist, einen Teil der größeren Last selbst zu tragen, wird auch im Alter seinen Lebensstandart halten können. (sh)
 
 
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