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Artikel: Autor und Schriftsteller werden

Autor und Schriftsteller werden

Reden ist Silber schreiben ist Gold ...

 
Reden ist Silber schreiben ist Gold ... diese treffsichere Variation eines berühmten Sprichwortes zeigt schon sehr deutlich, worauf es ankommt, wenn man sich als Schriftsteller einen Namen machen will: auf den gekonnten Umgang mit der Sprache. Da nun jeder Mensch die Sprache "in die Wiege gelegt bekommt" (wir sehen von dramatischen Ausnahmen einmal ab), glaubt auch fast jeder, zum Schriftsteller berufen zu sein. Doch ganz so leicht ist es nicht, mit Erfolg zu schreiben und möglichst noch seinen Lebensunterhalt mit Büchern, Artikeln und Gebrauchstexten zu bestreiten.

Wie also wird man Schriftsteller bzw. Autor?
Eine klar definierte Ausbildung setzt sich in Deutschland nur langsam durch, ganz im Gegensatz zu Amerika oder Japan, wo das Schreiben an den Schulen und Universitäten selbstverständlich zum Unterricht gehört. Deshalb ist hier bei uns vor allem der Autodidakt gefragt. Wer ein guter Autor werden will, sollte zum einen eines tun: lesen. Lesen erweitert die Sprachgewandtheit, Lesen erweitert Sachkenntnis, durch Lesen lernt man die unterschiedlichsten Schreibstile kennen und durch Lesen lernt man letztlich auch "schlechte" von "guten" Texten zu unterscheiden.

Zum anderen muss der künftige Autor - schreiben. Denn nur wer schreibt, macht auch Erfahrung mit dem Schreiben.
Unterstützung - also so etwas wie eine Lernhilfe - findet man in zahlreichen Ratgebern und Sachbüchern. Am besten schaut man sich solche Bücher noch im Buchladen genau an und versucht herauszubekommen, ob man selbst mit dem, was einem da erklärt wird, zurecht kommt und es in die Tat umsetzen kann. Es gibt Klassiker in diesem Gebiet, die sicher ein gutes Nachschlagewerk darstellen, es gibt aber auch moderne Sachbücher, die neue Erkenntnisse einfließen lassen, die man dann für sich nutzen kann.

Weiterhin werden Schreibschulen über Zeitungsanzeigen angeboten. Bevor man sich entschließt, Lehrgänge an solchen Schulen zu belegen, sollte man sehr genau hinschauen. Je phantastischer die Versprechen - „diese junge Frau konnte in sechs Monaten ihren Traum erfüllen und ihren ersten Roman veröffentlichen“ - desto unwahrscheinlicher ihre Umsetzung in der Realität.

Wer sein Talent schon früh entdeckt oder zumindest daran glaubt, kann eine ausgezeichnete Grundlage für die schriftstellerische Tätigkeit durch ein Hochschulstudium schaffen. Dabei spielt es zunächst keine wesentliche Rolle, welches Fach man studiert, da man durch das Studium auf jeden Fall in einem Fach - ob es nun Chemie, Religion oder Ernährungswissenschaft ist - zum Fachmann wird. Natürlich ist die Germanistik DAS klassische Literaturfach (genau wie Anglistik oder Romanistik und andere Sprachstudiengänge), aber auch Politik oder Sozialwissenschaften lehren den Studierenden viel über Gesellschaft und den Menschen und vor allem die Fähigkeit zur Reflexion. Ein Germanist allerdings ist nach Abschluss des Studiums ein "Allrounder", d.h. er muss sich in Themen, über die er schreiben will, einarbeiten, hat aber sprachliche Mittel an der Hand, um auch einen lesbaren Text herzustellen.

Wer dagegen z.B. Jura studiert hat, wird in den meisten Fällen als Fachautor schreiben, d.h. er ist fachlich ein Experte, muss sich aber die Technik des Schreibens noch aneignen. Da es sich hier meist um fachjournalistische Texte handelt, arbeitet der Autor mit einem Redakteur (der Zeitschrift, der Zeitung, des Radios etc.) zusammen, der ihm bei seiner künstlerischen, also schreiberischen, Arbeit helfen kann. Auf diese Weise erlernt man den Beruf des Autors dadurch dass man ihn ausübt. (don)
 
 
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