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Artikel: Multimedia PC fürs Wohnzimmer

Multimedia PC fürs Wohnzimmer

Kopf-an-Kopf-Rennen mit der klassischen HiFi-Landschaft ...

 
Der Multimedia-PC im Wohnzimmer war lange Zeit ein Experimentierfeld für Computerfreaks, die "ihre Kiste" mit Schnittstellenkarten aller Art bestückten, gegen die lauten Lüftergeräusche mit Dämm-Matten auskleideten und über Infrarot-Tastaturen versuchten, ihre Mediensammlung zu ordnen und auf TV oder über ein Computer-Boxensystem auszugeben. In jedem Fall war dieses Vorhaben mit viel Bastelarbeit verbunden, Softwareprobleme und gelegentlich Abstürze inklusive und das mitleidige Lächeln des konservativen Freundeskreises gab es gratis obendrein...

Den Durchbruch haben Home-Entertainment-Systeme, wie sich die Multimedia-PCs heute gerne nennen, auch anno 2007 noch nicht geschafft. Aber sie sind vielleicht ganz kurz davor. Was hat sich geändert? Die Anwender, früher auf klassische Angebotsformate wie Radio, TV, Musik-CDs und Film-DVDs fixiert, greifen heute multimedial in die Vollen: MP3-Songs werden auf verschiedenen Datenträgern gehortet, Videos auch über das Internet herunter geladen, Bilder und Filme müssen von der heimischen Digicam überspielt und verwaltet werden. Unterhaltungselektronik und Informationstechnologie wachsen in immer mehr Bereichen zusammen und die Schnittstellen sind inzwischen weitgehend standardisiert. Und: Microsoft hat erstmals mit der Mediacenter-Edition von Windows XP sowie endgültig mit Vista die Basis dafür geschaffen, den PC als Schaltzentrale in der heimischen Multimediawelt einzusetzen.

Dank gesunkener Speicher- und Komponentenpreise und besserer - weil Strom sparender und weniger Hitze erzeugender - Prozessorentechnologie ist ein Wohnzimmer PC heute erschwinglich und darf als sinnvolle Anschaffung gelten. Namhafte Hersteller bieten zudem schicke Barebone-Gehäuse an, die im Design mit den klassischen HiFi-Bausteinen durchaus mithalten können. Viele Dienste lassen sich zudem schon vor dem aufwändigen Booten in das (Vist-)Betriebssystem des Computers nutzen, was die "Usability" erheblich seigert. Das auf dem Flachbildfernseher gestochen scharf angezeigte Multimedia-Menue des Betriebssystems lässt sich inzwischen prima mit einer multifunktionalen Funkmaus oder einer eigenen Mediacenter-Fernbedienung steuern - die Funk-Tastatur wird nur noch zur Datei-Verwaltung oder beim Besuch des Internets benötigt.

Und das sollte ein heimischer Multimedia-PC können: Abspielen von Film-DVDs und BlueRay-Medien, speichern (brennen) von Film-DVDs. Diese Aufgabe erledigt beispielsweise ein Supermulti-DVD-Laufwerk mit BlueRay-Lesefunktion. Aufnahme von Filmen auf der integrierten und ausreichend dimensionierten Festplatte. Einbinden multimedialer Formate, die auf anderen Endgeräten (Notebook, Arbeitsplatz-PC, Server) gespeichert sind über die Wireless-LAN-Technologie (WLAN). Einlesen von analogen und digitalen TV- und Radiosignalen über die entsprechenden Schnittstellen (DVB-S, DVB-T oder Analog TV). Zur Verfügungsstellung eines Internetzugangs im Wohnzimmer über WLAN, Ansteuerung von Print-Ausgabegeräten wie Foto- oder Dokumentendrucker. Ausgabe der Video-, Foto-, Musik- und Multimediaformate auf einem hochwertigen Flachbildschirm (DVI oder HD-Schnittstelle) bzw. über ein 5.1 (besser: 7.1) Boxensystem.

Wenn der Multimedia-PC überdies mit einer modernen, dedizierten Grafikkarte ausgestattet ist, ersetzt er im Prinzip die Spielkonsole und rundet so das Unterhaltungsangebot in der "Guten Stube" ab. Besonders technik-affine Personen kommen beim heutigen Stand der Technik mit einem Home-Entertainment-Center schon voll auf ihre Kosten; gelegentliche Eingriffe in die Software - zur Optimierung der Programme oder Reinstallation von Treibern etc. - sind allerdings schon notwendig, weshalb der weniger experimentierfreudige Nutzer eher noch nicht zu seinem solchen System greifen sollte. Zudem sind die gängigen HiFi-Einzelkomponenten wie Receiver, DVD- und Festplattenrekorder und Radiotuner mit Surround-Soundsystem nicht nur einfacher zu bedienen, sondern in der Regel auch preiswerter, als die computerbasierte Schaltzentrale. Aber: Die IT-Hersteller haben im Rennen um die Gunst der Verbraucher mächtig aufgeholt und werden weiter an der Integration der heimischen Mediaangebote arbeiten ... (don)
 
 
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