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Mode und Trends

Heutzutage wird fast alles von Trends und Moden bestimmt ...

 
„Mode, Du bist die Königin der Welt“, heißt es in einem schon etwas älteren Lied von Paola. Die Sängerin liegt mit dieser Einschätzung nicht ganz falsch, auch wenn der Titel ein wenig übertrieben klingen mag. Mode bestimmt heute viele Bereiche des täglichen Lebens, selbst Lebensmittel sind bestimmten Trends unterworfen, mal mehr, mal weniger in. Im Allgemeinen fällt unter den Begriff Mode allerdings Kleidung.

Da hatten es unsere Urahnen leichter. Sie benötigen nur Felle oder Strohgeflechte, Kleiderschränke gab es nicht. Was getragen wurde musste praktisch sein, trocken und warm halten. Das galt über viele Jahrhunderte hinweg. Materialien und Schnitte änderten sich, der Nutzwert stand aber weiterhin an erster Stelle. Moden im eigentlichen Sinne kamen erst später auf und waren meist auf den Adel beschränkt. Dem einfachen Volk wurde vorgeschrieben, was getragen werden durfte. Einfache Stoffe in grau und braun bestimmten das Bild in der Unterschicht, dem ersten Stand war es gestattet, sich farbenfroh zu kleiden, mit raffinierten Schnitten Oberweite oder Hüfte zu betonen.

Die Zeiten haben sich geändert. Es gibt keine Vorschriften mehr, abgesehen von Ausnahmen durch Regeln der Religion oder im Bereich der Berufskleidung. Jeder darf und kann sich kleiden, wie er es für richtig hält. Klamotten kann man sich heute in jeder Fußgängerzone kaufen, im Discounter oder in der Edelboutique. Seltener sind es Schneider, die nach Maß anfertigen. Der überwiegende Teil der Kleidung - Massenware von der Stange für den Großteil der Bevölkerung - wird heute in Fernost zusammengenäht. Nur noch wenige Hersteller produzieren ihr gesamtes Sortiment in Deutschland oder dem europäischen Ausland.

Häufig von Hand und nur in geringen Stückzahlen wird hergestellt, was auf einigen Laufstegen der Welt und später dann in Magazinen mit Hochglanzseiten zu sehen ist. Namhafte Designer kreieren ihre Kunstwerke nicht grundsätzlich im Hinblick auf Alltagstauglichkeit, sondern spielen vielmehr mit Materialien und Formen. Schuhkartons an den Füßen, durchsichtige Röcke und Blusen, Kleider, die mehr zeigen als sie verhüllen, pompöse Ausgestaltungen mit Drahtgestellen oder Kleidung aus Mülltüten. Tragbar ist diese Mode, allerdings nur von sehr wenigen, manchmal sehr mutigen Kunden.

Es sind aber nicht grundsätzlich nur modische Spielereien - wie auch Modeschulen sie zum Abschluss eines Jahrganges gerne zeigen -, die im aufwändigen Rahmen präsentiert werden. Was bei Modemessen und einigen Modenschauen auf dem Catwalk zu sehen ist, sind die Trends der aktuellen oder der kommenden Saison. Wichtig sind Farben, Schnitte und Accessoires. Sind es in einem Jahr die erdigen Farbtöne, kommen im nächsten Pastellfarben ganz groß sein. Ist es mal der Minirock, gilt schon wenige Monate später der Hosenanzug als schick.

Wer up to date sein möchte, muss sich also ständig informieren, über Zeitschriften oder auf den Seiten der Designer beziehungsweise Hersteller. Vor allem ist ein großer Kleiderschrank nötig, um immer auf der modischen Welle mitschwimmen zu können. Für Normalverbraucher sind die Designermoden häufig gar nicht erschwinglich, außer in einigen Factory Outlets, in denen nicht mehr ganz so aktuelle Teile der Kollektionen weit unter dem ursprünglichen Preis verkauft werden. Auch in exklusiven Second-Hand-Läden sind einige Schnäppchen möglich, wenn es um hochwertige Designerware oder Artikel von Markenherstellern geht. Einige Adressen finden sich in entsprechenden Einkaufsführern, manche auch ohne größere Probleme im Internet.

Die meisten Kunden gehen in ein Geschäft vor Ort oder der nächsten größeren Stadt, um sich mit Hosen, Röcken und Jacken auszustatten. Auch die günstigere Kleidung orientiert sich an den modischen Trends. Das heißt, auch ohne tief in Tasche greifen zu müssen, ist es möglich, sich aktuell zu kleiden. Das gilt für Markenware ebenso für Ware aus dem Modediscounter. Unterscheiden können sich die Artikel in Qualität der Stoffe und der Verarbeitung.
Beliebt und bequem ist auch der Einkauf aus dem Katalog. Viele der großen Versender sind seit einem halben Jahrhundert auf dem Markt, engagieren in neuester Zeit Modells oder Fernsehstars und bieten immer mehr Service. Auf vielen hundert Seiten präsentieren sie neben eigenen Kreationen und Eigenmarken auch Produkte namhafter Hersteller, bei denen sich die Preise kaum von denen im Geschäft unterscheiden. Ansonsten werben sie mit günstigen Angeboten, die telefonisch, per Fax, Brief oder Internet schnell und einfach bestellt werden können. Nach wenigen Tagen – außer es wird ein Zuschlag für eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden gezahlt – kommt die Ware dann per Paket nach Hause. Passt etwas nicht, wird es einfach wieder zurückgeschickt. Bequemer geht es kaum. Ähnlich läuft es beim TV-Shop, nur, dass hier die Ware auch getragen und in Bewegung gezeigt wird.

Einige Modeströmungen können die großen Anbieter nur teilweise oder gar nicht bedienen. Mode ist keine eingleisige Angelegenheit. Mode hat viele Facetten. Gothic, Skater oder Hippies sind nur einige dieser Richtungen, die ihre ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten haben, wenn es um Mode geht. Trägt ein Geschäftsmann während der Woche einen feinen Anzug, ist am Wochenende die Motorradfahrerkluft angesagt. Kleinere Geschäfte sprechen diese Kundschaft an, bieten ihr Sortiment manchmal auch online an.

Nicht jeder möchte dem Modediktat unterlegen sein und kleidet sich nach eigenen Vorstellungen. Erlaubt ist, was gefällt, lautet wie in vielen Lebensbereichen auch hier die Devise. Und wenn der Markt nicht das hergibt, was man sich wünscht, wird selbst zu Nadel, Faden und Nähmaschine gegriffen. Stoff in allen Farben und Mustern wird meterweise direkt von der Rolle verkauft. Bestimmte Schnittmuster wiederholen sich, neue sind in Zeitschriften oder im Internet zu finden. Viele wollen aber keinen Standard, sondern gestalten ihre Klamotten auch nach eigenen Ideen.
Mode ist ein Pflänzchen, das über das ganze Jahr blüht und dabei regelmäßig sein Aussehen ändert. Diesem ständigen Wandel immer zu folgen, ist anstrengend und teuer. Immer alles neu zu kaufen, kann nicht Sinn der Sache sein und ist finanziell nur selten machbar. Deshalb sind Basics so beliebt. Sie sind zeitlos, lassen sich einfach auch mit topmodischen Kleidungsstücken kombinieren, sind in vielen Preisklassen zu haben und sehen immer gut aus.
Glücklich kann sich schätzen, wer sich nur schwer von seinen Sachen trennen kann. Vieles wiederholt sich. Hat die Mama ihre Sachen behalten, kann die Tochter die 60s nun modisch in Originalkleidung wieder aufleben lassen. Das Wichtigste aber ist und bleibt, dass jeder sich in seinen Sachen wohl fühlen muss. Unbequeme Schuhe machen nicht schöner. Dafür ist es umso leichter, mit ein paar farbigen Akzenten ein Mauerblümchen in eine prächtige Rose zu verwandeln. (don)
 
 
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