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Artikel: Die höchsten Zinsen fürs Sparen

Die höchsten Zinsen fürs Sparen

Relativ hohe Zinsen und geringes Risiko beim Sparen ...

 
Auch wenn die deutschen Verbraucher immer noch als konservative Anleger gelten, so haben sie doch erkannt, dass sie aus den vielfältigen Anlageformen selbst ein Produkt auswählen müssen, mit dem sie ihr Ziel am ehesten erreichen.

Die Mehrheit der Bevölkerung setzt vorrangig aufs klassische Ansparen von Geld und hofft auf eine Vermehrung des Vermögens durch Zinszahlungen. Das normale Sparbuch hat jedoch starke Konkurrenz erhalten. Schon die Wahl des Girokontos entscheidet darüber, ob auch das regelmäßig eingehende Monatsgehalt verzinst wird. Das Tarifspektrum reicht von kostenpflichtigen unverzinsten Konten bis hin zu gebührenfreien Girokonten, auf deren Einlagen bis zu 2 % Zinsen gutgeschrieben werden. Gerade Online-Banken bieten verzinste Girokonten an - der Kunde muss allerdings beachten, dass durch ein fehlendes eigenes Geldautomatennetz unter Umständen andere Kosten anfallen. Auch die klassischen Sparbücher mit gesetzlicher, einjähriger und - wenn auch nur noch selten angebotener - vierjähriger Kündigungsfrist sind noch auf dem Markt. Die Zinsen steigen mit der Anlagedauer. In den letzten Jahren staffeln die Kreditinstitute die Zinshöhe auch nach der Höhe des Anlagebetrages. Die Staffelungsunterschiede bewegen sich meist in einer Spanne von einem Viertel bis zu einem Prozent. Generell liegt der Zinssatz der Sparbücher mit gesetzlicher Kündigungsfrist zurzeit jedoch unter der Inflationsrate und dient somit kaum der Vermögensvermehrung.

Viele Kreditinstitute gewähren einen Zinsaufschlag, wenn sich der Kontoinhaber verpflichtet, das Konto ausschließlich online und über Geldautomaten zu bedienen, also nicht in der Filiale vorstellig wird. Die Postbank bietet beispielsweise eine SparCard an, bei der über einen Teil des Anlagevermögens ohne Kündigungsfrist verfügt werden kann, das gesamte Anlagevermögen aber mit einem Zinssatz etwa entsprechend der Inflationsrate verzinst wird. In den letzten Jahren wird als Alternative das Tagesgeldkonto angeboten. Es wird in der Regel online bedient und ist annähernd so flexibel wie ein Girokonto. Ursprünglich wurde es vor allem von Online-Brokern angeboten, um kurzfristig Gelder darauf zu parken, die später für Aktieninvestitionen verwendet werden sollten. Mittlerweile gehört es zum Standard-Produktspektrum. Die Anlagegeld auf einem Tagesgeldkonto wird zurzeit oft mit über 4 % gut verzinst. Allerdings muss ein Sparer große Selbstdisziplin beweisen: Zinserträge werden nur über lange Zeiträume erzielt und die Gefahr, das leicht zugängliche Tagesgeldkonto mal eben um den Betrag der nächsten Konsumgüteranschaffung zu erleichtern, ist groß.

Ein weiteres augenfälliges Produkt sind Ansparpläne, bei denen die Verzinsung im Laufe der Jahre von einem auf bis zu 100 % ansteigt. Ziel ist es dabei, die Sparer mit exorbitant hohen Zinssätzen zu locken und zur Spardisziplin zu erziehen. Mancher Anleger übersieht auf den ersten Blick, dass sich die steigenden Zinssätze ausschließlich auf den im jeweiligen Jahr eingezahlten Betrag beziehen. Die effektive Verzinsung liegt eher niedriger als bei einem Tagesgeldkonto.

Wer höhere Zinsen erzielen möchte hat die Möglichkeit, Bundesschatzbriefe oder Anleihen zu erwerben. Bei einem Schatzbrief oder einer Anleihe ist der Sparer Gläubiger, der dem Staat oder einem Unternehmen Geld leiht mit der Vereinbarung, den Anlagebetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einer festgelegten Verzinsung zurückzuerhalten. Je nach Bonität des Schuldners können die Zinsen zumindest bei Auslandsanleihen bis in den zweistelligen Bereich gehen. Doch Vorsicht! Je höher die Verzinsung, desto riskanter ist die Anlage. (don)
 
 
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