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Artikel: Alkohol während der Schwangerschaft

Alkohol während der Schwangerschaft

Werdende Mütter mit Alkoholismus sollten dringend eine Entgiftung durchführen ...

 
Jeder weiß, Alkohol während der Schwangerschaft ist schädlich. Aber warum wirkt sich die chemische Substanz Alkohol negativ und schädigend auf das ungeborene Kind aus? Welche Ursachen begründen den Verzicht auf Alkohol? Ein Glas Sekt gehört zu jeder Feier. ein Geburtstag, eine Betriebsfeier, ein Bummel über den Weihnachtsmarkt - alles das sind Ereignisse, die ohne Alkohol schwer vorstellbar sind. Die gesellschaftliche Akzeptanz der suchtauslösenden Substanz ist sehr hoch, die Unwissenheit über die eigentliche Wirkung ebenso. Genau deshalb ist Aufklärung sehr wichtig, besonders und vor allem zum Schutz ungeborener Kinder.

Wirkung von Alkohol im ungeborenen Kind
Alkohol ist ein Zellgift. Nach dem Genuss gelangt die Substanz schnell in den Darm und wird dort ins Blut aufgenommen. Nach kurzer Zeit wird der Alkohol in der Leber in Acetaldehyd umgebaut und gelangt über die Nabelschnur in den Muterkuchen und den Embryo. Hier greift es direkt in den kindlichen Zellstoffwechsel ein. Kindliche Zellen sind weitaus weniger gegen Zellgifte geschützt als die Zellen Erwachsener. Das Gift beeinflusst den Teilungsprozess, verändert die DNA und kann zu irreversiblen Schäden führen. Deshalb ist ein Alkoholverzicht besonders in den ersten acht Schwangerschaftswochen sehr wichtig. Während dieser Zeit entwickeln sich aus der Eizelle alle wichtigen Organe Die Zellteilung läuft auf Hochtouren in enormer Geschwindigkeit. Einwirkende Zellgifte verursachen verheerende Veränderungen.

Folgen
Regelmässiger Alkoholgenuss der werdenden Mutter führt in 95 % aller Fälle zu mittleren bis schweren Störungen der embryonalen Entwicklung. Daraus resultieren vor allem Verzögerungen in der geistigen Entwicklung. Fast alle Kinder, die mit einem Alkoholschaden geboren werden, können diesen während ihrer Kindheit nicht kompensieren und sind auf Förderschulen angewiesen. Sie leiden unter einem Konzentrationsdefizit und sind nicht selten verhaltensauffällig. Diese geistigen Störungen werden bereits bei Kindern von Müttern mit einem mittleren Trinkverhalten während der Schwangerschaft beobachtet. Kinder von alkoholkranken Müttern leiden zusätzlich unter körperlichen Folgen. Der Kopf ist von Geburt an zu klein, Muskelschwäche und Krampfleiden sind weitere Symptome. Diese Anzeichen werden unter dem Fachbegriff fetales Alkoholsyndrom zusammengefasst und beinhalten weitere Beschwerden. Kinder mit dem fetalen Alkoholsyndrom leiden unter Untergewicht und sind kleiner als ihre Altersgenossen. Das Gesicht ist gekennzeichnet durch eine Gaumenspalte, durch hängende Lider, ein fliehendes Kinn oder mangelndes Lippenrot. Die Gliedmaßen sind verkürzt oder anderweitig deformiert. Auch die inneren Organe werden geschädigt. So treten bei Kindern alkoholkranker Mütter Herzfehler oder Deformierungen des Harntraktes auf. Häufig ist eine Diagnose nur durch das Auftreten verschiedener Symptome sowie die Diagnose Alkoholismus bei der Mutter möglich.

Schweregrade
Beim fetalen Alkoholsyndrom unterscheidet man verschiedene Schweregrade. Kinder mit Grad 1 sind nur geistig behindert oder in ihrer Entwicklung verzögert. Kinder mit Grad 2 und 3 haben bereits schwere körperliche Beschwerden und eine stark verminderte Intelligenz.

Fazit: Bis heute gibt es keine genauen Erkenntnisse, ob und in welchem Maße gelegentlicher Alkoholkonsum Auswirkungen auf das ungeborenen Kind hat. Individuelle Faktoren spielen eine wichtige Rolle genauso wie der Entwicklungsstand des Kindes während des Alkoholkonsums. Im Idealfall sollten werdende Mütter komplett auf Alkohol verzichten, um ihren ungeborenen Kind bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten zu gewährleisten und Fehlentwicklungen weitestgehend auszuschließen. Alkoholverzicht empfiehlt sich auch während der gesamten Stillzeit. Mütter mit Alkoholismus sollten dringend Entgiftung und Entwöhnung abschließen, bevor eine Schwangerschaft eintritt. (don)
 
 
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