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Artikel: Die Festplatte verschlüsseln

Die Festplatte verschlüsseln

Unbefugten Zugriff auf die Festplatte verhindern ...

 
Sicher gibt es eine ganze Reihe gute Gründe dafür, den Inhalt einer Festplatte zu verschlüsseln. Insgesamt wird dadurch jeglicher, unbefugter Zugriff verhindert, durch welche Situationen auch immer dieser entstehen kann. Ein Beispiel hierfür ist ein Angriffe auf den Rechner durch System-Sicherheitslücken. Unbemerkte Zugriffe auf Rechner sind im Falle einer Verbindung zu Netzwerken oder dem Internet fast immer in bestimmten Umfang möglich. Wurden sensible Daten präventiv verschlüsselt, so kann der entstehende Schaden zumindest in Grenzen gehalten werden.

Dies gilt natürlich auch für Computer, die in öffentlich zugänglichen Gebäuden, wie zum Beispiel Büros, aufgestellt sind, oder für Notebooks, die zum einen unbeaufsichtigt diversen Zugriffen ausgesetzt sein können, oder im Falle von Entwendung oder anderweitigem Verlust keine Sicherheitsbarrieren für die gespeicherten Daten aufweisen. Schließlich macht die Verschlüsselung auch dann Sinn, wenn ein Rechner von verschiedenen Personen benutzt wird, man aber dennoch geschützte Bereiche einrichten möchte, die niemandem zugänglich sind.

Angesichts aktueller Gesetzesentwicklungen in Deutschland mit den damit verbundenen Befugnissen der Ermittlungsbehörden, per Online-Untersuchung unbemerkt und unbegrenzt auf Festplatteninhalte zuzugreifen, kann es auch in diesem Zusammenhang Sinn machen, vertrauliche oder sehr persönliche Daten vor solchen Zugriffen zu schützen.

Die Verschlüsselung erfolgt über sogenannte Verschlüsselungs-Software, die in der Lage ist definierte Dateien oder Verzeichnisse, komplette Partitionen oder ganze Festplatten mittels bestimmter Algorithmen zu verschlüsseln und so dafür zu sorgen, dass ohne Eingabe eines festgelegten Passworts kein Zugriff auf die entsprechenden Daten erfolgen kann.

Darüber hinaus gehende Sicherheitskonzepte schließen auch die Boot-Sektion mit ein, so dass der Rechner ohne vorherige Eingabe eines Passworts gar nicht erst hochgefahren werden kann (Pre-Boot-Authentication) oder sorgen über die Verschlüsselung hinaus dafür, dass die behandelten Daten gar nicht mehr gesehen werden können (plausible deniability).

Im Bezug auf die verfügbare Software zur Verschlüsselung ist zu unterscheiden zwischen kostenlosen, meist Open-Source Lösungen und kostenpflichtigen Programmen. Die gängigsten Programme im kostenpflichtigen Bereich sind hierbei: PGPdisk, SafeGuard Easy, FREE CompuSec, DriveCrypt und Jetico Bestcrypt, im Segment der kostenlosen Programme handelt es sich vorrangig um TrueCrypt, CrossCrypt, dm-crypt, AxCrypt oder FreeOTFE.

Am Beispiel von dem Open-Source Programm TrueCrypt wird im Folgenden kurz die Arbeitsweise entsprechender Software dargestellt.

TrueCrypt ist für die Betriebssysteme Windows XP, Windows 2000, Windows 2003 Server und Windows Vista verfügbar kostenlos, darüber hinaus ebenfalls für Linux. Die Verschlüsselung erfolgt über drei unterschiedliche Algorithmen, die durch den Anwender gesteuert auch gemeinsam eingesetzt werden können. TrueCrypt verfügt über zwei grundlegende Verschlüsselungsverfahren, zum einen die komplette Kryptografierung einer ganzen Partition, zum anderen die Erstellung von so genannten Containern auf der Festplatte.

Solche Container werden vom Betriebssystem als einzige Dateien wahrgenommen, während TrueCrypt innerhalb dieser Datei dennoch ein komplexes Dateisystem verwaltet, dass ohne Einsatz des Programms nicht gesehen und genutzt werden kann. Eine Einschränkung des Programms besteht darin, dass die Bootpartition nicht chiffriert werden kann, was dazu führt, dass ein komplettes Hochfahren des Rechners ohne Passwort mit TrueCrypt nicht verhindert werden kann.

Unter den kostenpflichtigen Angeboten am Markt sei hier stellvertretend das Programm SafeGuard Free des Herstellers utimaco heraus gegriffen. Die Software ist speziell auf die Hardwaresicherung (Festplatten und Wechselträger) zugeschnitten und läuft ohne administrative Eingriffe des Anwenders im Hintergrund des Rechnerbetriebes mit. Zur Installation kann die Software per Netzwerk verteilt werden, was die Handhabung durch den verantwortlichen IT-Mitarbeiter erleichtert. Mit 3 Millionen Nutzern gilt SafeGuard Free als Marktführer im Segment der kostenpflichtigen Verschlüsselungsprogramme.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Verschlüsselung sensibler Daten auf dem Rechner nicht mit Problemen oder komplizierten Vorgängen verbunden ist. Kostenlose und kostenpflichtige Programme stehen zur Auswahl und gewähren auch in unvorhergesehenen Situationen einen umfassenden Schutz gegen fremde Zugriffe auf Festplatte und Daten. (don)
 
 
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Artikel Kommentare: (1)
 
08.11.2008 - 21:37 von Mitch
 
Scheint als müsste man schon wissen, was man da tut. Ich habe es mir ganz einfach gemacht und mir eine externe Festplatte mit integrierter Verschlüsselung zugelegt. Auch wenn es mit Sicherheit nicht unmöglich ist, die Codierung zu knacken, aber wieviel von 100 Usern schaffen das? Schaut einfach mal unter: http://www.digittrade.de/shop/index.php/cat/c22_Externe-Festplatten.html/XTCsid/4122839e2a1bbb1f7b1f6e3246a7243e
 
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