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Artikel: Die Festplatte austauschen

Die Festplatte austauschen

Wie herausfinden, ob ein Mainboard die neue Festplatte unterstützt ...

 
Es gibt verschiedene Situationen, in denen der Bedarf entstehen kann, die interne Festplatte des Computers gegen ein anderes Modell auszutauschen. Mögliche Gründe können neben einem Defekt der bisherigen Platte vor allem ein zusätzlicher Bedarf an Speicherplatz oder der Wunsch nach einer schnelleren Platte sein. Obwohl der Selbsteinbau einer internen Festplatte nicht sonderlich problematisch ist und hierzu neben der neuen Platte bereits ein Schraubenzieher ausreicht, um den Umbau selber vorzunehmen, muss im Vorfeld herausgefunden werden, welche internen Platten vom Mainboard des Rechners unterstützt werden.

Im Folgenden wird beschrieben, welche Arten von internen Festplatten auf dem Markt verfügbar sind und welche Voraussetzungen das jeweilige Mainboard erfüllen muss, um mit der neuen Platte arbeiten zu können.

ATA oder SATA

Im Bereich moderner, interner Festplatten unterscheidet man vor allem zwischen dem Anschlussmodus ATA und SATA. Während das ältere System ATA, vormals auch bekannt unter der Bezeichnung IDE, mit einem parallelen Anschluss an das Mainboard arbeitet, erfolgt die Verbindung bei der neueren SATA Technologie stattdessen seriell. Im ersten Schritt muss hier also entschieden werden, welche Bauweise vom jeweiligen Rechner unterstützt wird und ob dementsprechend eine ATA (IDE) oder eine SATA Platte zum Einsatz kommen kann.

Informationen hierüber sind entweder im Handbuch des Computers oder auf der Internetseite des jeweiligen Herstellers zu finden. Führen beide Wege nicht zum Erfolg, so kann ein Blick auf die Bauweise der Platine Erkenntnisse über die vorhandenen Anschlüsse erbringen.

Maximal unterstützte Festplattengröße

Im nächsten Schritt muss ermittelt werden, welche Größen von Festplatten das vorhandene System unterstützt. Hier gilt zwar, dass die unterstützte Größe auch dann problemlos funktioniert, wenn die neue Platte größer gewählt wird, dies allerdings nur für das unterstützte Volumen gilt, so dass darüber hinaus gehende Plattenkapazitäten eine Verschwendung darstellen. Die unterstützte Plattengröße ist von den beiden Faktoren Mainboard und BIOS-Version abhängig, wobei die BIOS-Version je nach Bedarf softwareseitig upgedatet werden kann. Informationen über die maximal unterstützte Plattengröße sind ebenfalls über das Handbuch oder die Hersteller-Internetseiten erhältlich.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist also bereits klar geworden, ob für den internen Einbau eine ATA oder eine SATA Festplatte eingesetzt werden kann und bis zu welcher Größe entsprechende Platten unterstützt werden.

Geschwindigkeit und Performance

In der Folge muss nun darüber entschieden werden, welche Geschwindigkeiten in der jeweiligen Bauart über das Mainboard dargestellt werden können. Im Bereich der ATA Platten werden hierzu insgesamt vier Klassen unterschieden, bei den SATA Platten sind es zwei.

Im Falle von ATA Platten bezeichnet man die entsprechende Klasse als den U-DMA Mode (Ultra Direct Memory Access) und unterscheidet zwischen U-DMA2 mit 33 MB/s, U-DMA4 mit 66MB/s, U-DMA5 mit 100MB/s und schließlich U-DMA6 mit bis zu 133MB/s. Zu beachten ist hier, dass ab U-DMA6 ein spezielles Datenkabel benötigt wird.

Die SATA Festplatten werden dagegen nur in zwei Geschwindigkeitsversionen angeboten: SATA 1.0 mit 150MB/s und SATA 2.0 mit 300MB/s.

Abschließend sollte bei der Auswahl der neuen Festplatte die Geschwindigkeit betrachtet werden, mit der sich der Datenträger dreht. 7200 rpm sind dabei sowohl Standard als auch Mindestwert.

Darüber hinaus sollte die Festplatte mit einem mindestens 8MB großen Festplatten Cache ausgestattet sein. Hierunter versteht man den internen Speicher einer Platte, der in der Lage ist während der Schreib- und Lesezugriffe Daten effektiv zwischen zu speichern.

Sollten Sie feststellen, dass die gewünschte Festplattenbauart nicht mit dem vorhandenen Mainboard kompatibel ist, dann kann immer noch in Erwägung gezogen werden, die Platte als Ergänzung zum bestehenden System extern anzubinden. So lässt sich die Speicherkapazität ebenfalls erhöhen, ohne das Eingriffe am Rechner nötig sind. In Regel sind am Markt jedoch immer ausreichend Modelle für annähernd jeden Mainboard-Aufbau zu finden. (don)
 
 
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