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Zusätzlich Studieren nach der Ausbildung?

Lohnt sich ein Studium nach der Berufsausbildung? ...

 
Mit einer klassischen dreijährigen Ausbildung nach Abschluss der Schulzeit kann man in beruflicher Hinsicht viel erreichen. Sie verschafft einen Überblick über ein Berufsfeld und vermittelt ein Gefühl von der Praxis eines Arbeitsplatzes, zeigt, was es für das eigene Leben bedeutet, tagtäglich in einem Unternehmen mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten.
Die finanzielle Unabhängigkeit vom ersten Tag an, die ein Auszubildender durch die, wenn auch nicht gerade üppige, Ausbildungsvergütung erfährt, wird auf anderen Ausbildungswegen nicht so leicht erreicht.

Wer in einem florierenden Unternehmen seine Ausbildung absolviert und gute Leistungen und Engagement zeigt, hat gute Chancen, nach Ablauf der Ausbildungszeit übernommen zu werden und kann sich die schwierige Arbeitsplatzsuche ersparen. Ist ein Arbeitnehmer ohnehin nicht an wissenschaftlichen Fragen interessiert ist, sondern sieht seine Berufung eher in praktischen Tätigkeiten in seinem Berufsfeld, ist der Weg über die Ausbildung direkt an den Dauerarbeitsplatz eine komfortable Lösung.
Dennoch entscheiden sich viele Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung für ein anschließendes Hochschulstudium und auch das Ausbildungsförderungsgesetz lässt diesen Weg zu und fördert ihn bei Bedarf.
Aber ist es nicht zu riskant, über Jahre hinweg aus dem Berufsleben auszuscheiden, kein Geld zu verdienen und in finanzieller Hinsicht nichts für seine Altersvorsorge tun zu können? Oder später wieder auf dem Arbeitsmarkt anzuklopfen, zu einem Zeitpunkt, zu dem niemand voraussagen kann, wie die Arbeitsmarktsituation aussehen wird?

Tatsache ist, dass sich manche beruflichen Ziele ausschließlich über ein Hochschulstudium realisieren lassen. Wer in den höheren auswärtigen Dienst gehen, als Ingenieur die technische Entwicklung auf einem Fachgebiet vorantreiben oder als Verlagshersteller die technische Produktion von Printprodukten organisieren möchte, benötigt ein fachbezogenes Hochschulstudium und profitiert dabei von der Erfahrung, die er zuvor während seiner Ausbildungsjahre gesammelt hat.
Selbst wenn man durch Talent oder praktische Erfahrung das Wissen erworben hat, das nötig ist, um eine bestimmte berufliche Tätigkeit auszuführen, beispielsweise als Journalist gute Texte zu schreiben, die beim Publikum ankommen, steigen die Chancen, einen festen Arbeitsplatz zu bekommen, wenn der Bewerber ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen kann. In vielen Stellenangeboten wird es einfach verlangt – und auch die Statistiken der Arbeitsagentur sagen deutlich aus, dass die Arbeitslosenquote unter Akademikern geringer ist als bei Bewerbern ohne universitären Abschluss.
Von berufstaktischen Aspekten einmal abgesehen sprechen weitere Gründe für ein Studium auch nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Eine Ausbildung qualifiziert in der Praxis für die Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb, für den es die effektivste Lösung wäre, wenn der entsprechende Mitarbeiter auf Dauer seine Position ausfüllen würde. Wer jedoch einen breiteren auch theoretischen Überblick über sein Fachgebiet gewinnen und seine intellektuellen Fähigkeiten über die Betriebserfordernisse hinaus ausbauen möchte, der hat dazu in einem Studiengang alle Möglichkeiten.
Wer vor der Entscheidung steht, ein Studium zu beginnen, muss sehen, dass die Persönlichkeitsentwicklung nicht nur in fachlicher Hinsicht verläuft. Altbundespräsident von Weizsäcker wird nicht müde zu betonen, wie wichtig einige Jahre an der Universität sind, um neue Lebenskonzepte und Weltanschauungen zu erkennen und zu erleben. Der Büroalltag lässt das in der Praxis kaum zu.

Die Hochschullandschaft hat sich in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die Anforderungen der Globalisierung und den Anpassungsdruck an internationale Standards entscheidend verändert. Die Studiengänge sind kompakter und praxisbezogener geworden und bereiten die Studierenden auf einen Einstieg in ein selbstständiges Leben in der Wirtschaftswelt vor. Ein Absolvent kann trotz hoher Ausbildungskosten längerfristig mit einer komfortableren finanziellen Situation rechnen und auch die Unternehmen profitieren von Mitarbeitern, die sich zuvor in der Welt umgeschaut haben. (re)
 
 
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