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Antike Kunst

Antike Kunstwerke in den jeweiligen Kunstepochen betrachtet ...

 
Sehen wir etwas Altes, so neigen wir dazu es als „antik“ zu bezeichnen. Manchmal scherzhaft und ironisch, im Falle alter Kunstwerke jedoch auch, weil alte Kunst häufig mit dem Begriff „antik“ beschrieben wird. Doch wann ist etwas wirklich „antik“?
Die Antike umfasst, streng genommen, als solche die Epoche des Altertums, von ca. 1200 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr. und, regional betrachtet, den Mittelmeerraum.

Bei den alt-orientalischen Hochkulturen, wie denen Persiens, Syriens oder auch Ägyptens, streiten sich die gelehrten Geister, ob es sich tatsächlich um Antike oder Altertum handelt. Bleiben wir jedoch bei der ursprünglicheren Auslegung des Begriffes Antike. Kunstwerke, deren Herkunft in genanntem Zeitrahmen liegen und in die Kulturkreise des archaischen, klassischen, hellenistischen Griechenlands oder des Römischen Reiches gehören, gelten als antike Kunst. Eine der bedeutenden Sammlungen der antiken Kunst, auch Baukunst, beherbergt z.B. das Pergamon-Museum Berlin.

Richtet sich ein Gespräch auf antike Kunst, denkt man in der Regel zuerst an wunderschöne alte Marmorstatuen wie die drei „Herkulanerinnen“ oder die des „Apollon“, Büsten von Julius Cäsar oder der Hygra, Stelen oder Säulen. Doch antike Kunst umfasst nach heutiger Kunstauffassung weitaus mehr. Die Schriften Ovids, Homers Ilias, kunstvolle Wandmosaike und Bodenmosaike, sowie natürlich Tonwaren oder Schmuck, gehören ebenso in dieses Genre wie die steinernen Schönheiten. Während die antike Kunst, wie viele andere Kulturkreise, zuerst mit der Darstellung der des Schicksals bestimmenden Götter begann, entwickelte sie sich relativ schnell zu einer populären Möglichkeit der Selbstdarstellung. Einflussreiche Persönlichkeiten, bereits zu jener Zeit herausragende Wissenschaftler und Philosophen, aber auch einfach nur vermögende Personen, ließen sich selbst kunstvoll in Szene setzen. Kunst gewann als repräsentativer Raumschmuck an Gewicht, aber hatte auch zu jener Zeit bereits einen gewissen Handelswert, insofern der schaffende Künstler sich einen Namen gemacht hatte. Die bildende Kunst, allen voran die Bildhauerei, erlangte in der Antike ihre erste Blütezeit. Materialien wie Alabaster und Marmor sind hier vorrangig zu finden.

Die Malerei der Antike unterscheidet sich von der Neuzeit nicht nur in der Darstellung und Wahl des Untergrunds, sondern scheinbar auch in der Nutzungsart. Häuser hochrangiger Persönlichkeiten, Schulen oder öffentliche Gebäude wurden z.B. mit Wandfresken und Deckenfresken versehen. Religiöser wie auch profaner Natur unterstrichen sie in der Regel den Gebrauchswert der jeweiligen Räumlichkeit. Höhepunkte aktueller Geschehnisse, wie z.B. Sportereignisse, siegreiche Schlachten, aber auch Liebesspiele wurden bevorzugt auf Amphoren, Vasen oder andere tönerne Gefäße dargestellt.
Doch vor allem die antike Bildhauerei beeindruckt bis zum heutigen Tag und erlebte in der Hochrenaissance mit Michelangelo wohl den glühendsten Verehrer dieser alten, so lebensecht gestaltenden Kunst. (don)
 
 
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