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Grafische Kunst

Grafik Techniken in der Bildenden Kunst ...

 
Ganz allgemein steht Grafik als Sammelbegriff für Schreibkunst und Zeichenkunst.
In der Bildenden Kunst versteht man unter Grafik entweder eine Zeichentechnik, die durch einen Hell-Dunkel-Kontrast geprägt wird oder Drucktechniken, bei denen mit Hilfe eines Druckstocks oder einer Druckplatte Zeichnungen vervielfältigt werden. Auch der Druckabzug, beziehungsweise die Zeichnung wird als Grafik bezeichnet.

Als Zeichenmaterial benutzt der Künstler Bleistifte, Zeichenkohle oder –kreide, Federn oder Pinsel und Tusche. Das verwendete Papier fungiert als heller Untergrund, die Handzeichnung hebt sich dunkel von diesem Untergrund ab. Von Hand gezeichnete Grafiken sind immer Einzelstücke, während bei Druckgrafiken jeder Abzug als Original gilt.
Bei den drucktechnischen Verfahren unterscheidet man Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck und andere, vor allem bei Printmedien angewandte Verfahren.
Der Hochdruck ist eines der ältesten Druckverfahren. Dabei werden die freibleibenden, hellen Teile aus dem Druckstock herausgeschnitten, die zu druckenden Linien und Flächen bleiben erhaben. Bereits 250 Jahre vor Christus wurden in China auf diese Art Stempel hergestellt. Mit der Papierherstellung kam um 1400 der Holzschnitt zum Einsatz. Andachtsbilder konnten nun im größeren Rahmen vervielfältigt werden, zunächst nur aus kommerziellen Gründen. Einer der ersten Künstler, der den Holzschnitt für seine Arbeiten nutzte, war Albrecht Dürer. Er schuf 1502 den Zyklus „Marienleben“. Auch die Linolschnitte und der Buchdruck mit beweglichen Lettern nach Gutenberg gehören zum Hochdruck.

Beim Tiefdruck werden die zu druckenden Flächen und Linien in die Druckplatte eingearbeitet. Anschließend wird die Farbe aufgetragen und von der Oberfläche der Druckplatte wieder entfernt, während sich die Farbe in den vertieften Linien sammelt. Das weiche Druckpapier wird nun auf die Druckplatte gepresst und nimmt die Farbe auf. Durch unterschiedlich tiefe Gravierungen lassen sich auch Halbtöne erzeugen. Eines der ersten Tiefdruckverfahren war der Kupferstich. Mit Gravierwerkzeug wie Nadeln und Stichel wird die Zeichnung auf eine Kupferplatte übertragen, deshalb spricht man von einem trockenem oder kalten Verfahren. Von Dürer, Rembrandt, Michelangelo, Tizian und anderen Malern sind zahlreiche Kupferstiche erhalten.
Ebenfalls ein frühes Tiefdruckverfahren ist die Radierung. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Chemikalien eingesetzt, um die Linien in die Metallplatten zu ätzen. Dieses Verfahren wird als nass oder warm bezeichnet. Auch die Aquatinta ist ein solches warmes Tiefdruckverfahren. Im Gegensatz zur Radierung werden aber nicht nur Linien, sondern Flächen geätzt.

Beim Flachdruck liegen Druckplatte und Papier auf einer Ebene. Die Flächen, die nicht gedruckt werden sollen, werden mit Farbabweisendem Material behandelt. In der Bildenden Kunst spielt vor allem die Lithographie eine Rolle. Das Motiv wird auf einem flachen Stein erarbeitet und dann auf Papier gedruckt. Die Lithografien des Franzosen Toulouse-Lautrec sind weltweit bekannt. (don)
 
 
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