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Artikel: Ernährung bei Diabetes

Ernährung bei Diabetes

Diabetes heisst umdenken ...

 
Heutzutage findet man sie in jedem gut sortierten Supermarkt und zwar in extra dafür eingerichteten Regalzeilen: Es geht um Diabetiker-Lebensmittel, mit denen die Food-Industrie inzwischen Milliardengewinne erzielt. Diabetes mellitus, in erster Linie der Typ 2, mutierte in den letzten Jahrzehnten in den Industrienationen zu einer unliebsamen Volkskrankheit. Manch einer unter uns, obwohl nicht zuckerkrank, hat schon einmal auf diese leckere Nuss-Nougat Crème "geschielt", die sich laut Herstellerinformation "für eine Ernährung im Rahmen von Diabetes mellitus" eignet. Und wenn wir dann als Konsument einen näheren Blick auf die Zutatenliste werfen, dann werden wir unterrichtet, dass mit Fructose gesüßt worden ist. Der herkömmliche Industriezucker wurde also ersetzt. Warum geschieht das ?

Nun, dazu muss man die Ursachen für Diabetes verstehen, die in einem knappen Satz dadurch zu erklären ist, dass das diabeteskranke Individuum unter einer ständigen Überhöhung des Glucosespiegels (Zucker) leidet. Dabei liegt dem Typus I ein Insulinmangel zugrunde. Dieser entsteht aufgrund eines Defekts in der Bauspeicheldrüse, in der die Insulinhormone produziert werden. Dem Typus II liegt ein cytologischer Defekt zugrunde: Zwar liegt hier das Insulin in einer ausreichenden Menge vor, jedoch vermögen die einzelnen Zellen das Hormon nicht zu resorbieren (Aufnahme). Und wie sind jetzt der überhöhte Glucosespiegel und das Insulin miteinander verzahnt ? - Ganz einfach. Das Insulinhormon reguliert den Glukosespiegel.
Um dieses Manko auszugleichen, darf der Organismus nicht mehr unnötig mit Glucose "belastet" werden. Und das war die Stunde der Lebensmittelchemiker, die sich dachten, dann ersetzen wird doch die Glucose einfach durch den Fruchtzucker oder die Saccharose (Süßungsmittel). Jetzt wird manch Schlauer bestimmt sagen: "Ja ist doch prima. Und außerdem können die Diabetiker ja auch noch reichlich Maltose (Malzzucker) und Lactose (Milchzucker) zu sich nehmen." - Dem ist leider nicht so. Im Gegenteil: Der Diabetiker muss sich tunlichst davor hüten, jetzt ad hoc der zünftigen Malzbierflasche zu verfallen. De facto hat das mit Malz gebraute Getränk in der Regel einen opulenten Maltoseanteil, der den Glucosespiegel in einen prekären Zustand torpedieren kann. Mit dem Milchzucker (Lactose) verhält es sich ein wenig anders: Die in Milchprodukten auftauchende Zuckerart generiert nur einen stufenartigen und verlangsamten Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dennoch auch hier entschiedene Grenzen setzen, getreu der Devise:" Lieber mäßig, dafür aber regelmäßig."

In puncto Diabetiker-Süßigkeiten sei eindringlich gewarnt: Der Körper wird den Betrug mit den Zuckersurrogaten bemerken und mit Hungergefühlen reagieren. Und das rächt sich in einer fiesen Retourkutsche im Zusammenhang mit Diabetes mellitus: Das durch "Fressattacken" akkumulierte Fett lässt sich nämlich viel schwerer abtrainieren. Aber da der Fettabbau zum größten Teil mit der Hilfe von Insulinhormonen gesteuert wird, wird ein Abnehmen für den Diabetiker zum wahren Martyrium.

A propos, Cognac und Rum sind für Diabetiker grundsätzlich geeignet, denn sie enthalten keinen Zucker. Spezialisierte Bäcker bieten eigens für Diabetiker Inulin-Backwaren feil. Hierbei wird Stärke mit dem neutralen Inulin ausgetauscht, um die Stärkespaltung in Glucose im Rahmen der Verdauung auszuhebeln. Darüber hinaus müssen solche Backwaren bestimmte Auflagen erfüllen, was die Höchstmengen von Kohlenhydraten anbelangt. (don)
 
 
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