Einführung - Highspeed per Kabel
Auf der Suche nach schnellen Wegen der Datenübertragung, machen die Ingenieure auch vor
dem Kabelnetz nicht halt. Stop, das gab es doch schon mal. Vor vielen Jahren wurde auf diesem
Weg schon von einigen Fernsehsendern Software übertragen, durchgesetzt hat sich das nie.
Dabei sind die flächendeckend verlegten Breitbandnetze mit ihren maximalen Übertragungsraten
von 500 KBit/s allemal hervorragend geeignet. Das einzige Problem ist, daß der weitaus größte
Teil der Netze noch nicht für den bidirektionalen Betrieb vorgesehen ist. Das bedeutet, daß Sie
leidiglich Daten empfangen aber keine verschicken können. In der Praxis muß also noch ein
Modem oder eine ISDN-Karte in Betrieb sein. Das hat zur Folge, daß das Senden der Daten
(Upstream) mittels Modem oder ISDN-Karte weiterhin Telefongebühren verschlingt.
Die Technik bieten derzeit nur wenige lokale Anbieter etwa die Münchner Firma Cablesurf oder
NetCologne in Köln an. Die Tarife bewegen sich bei unter 100 DM im Monat ohne Volumen- oder
Zeitbeschränkung. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt je nach technischen Gegebenheiten bei
etwas über 500 KBit/s. Der Anschluß und die Inbetriebnahme am PC erfolgt über eine Kabelmodem-Karte
(ISA-Steckplatz) und ein Antennenkabel. Zusätzlich ist ein installiertes Modem oder eine ISDN-Karte
erforderlich. die spezielle Software installiert das Kabelmodem als Netzwerkkarte, dazu müssen
Sie dann noch die Netzwerkeinstellungen anpassen.
In der Praxis scheint die Technik auf Grund vieler kleiner Ungereimtheiten noch nicht ganz ausgereift
zu sein. Trotzdem scheint der Zugang via Kabelnetz eine gute Zukunft zu haben. Auch das leidige
Rückkanal-Problem scheint bald gelöst zu sein. NetCologne setzt auf sein schon vorhandes Kabelnetz,
das solche Probleme nicht kennt. In München verlegt KMS ein eigenes, rückkanalfähiges Kabelnetz.

Weblehre Datum: 10.Dezember 2000
http://www.weblehre.de/hardware/kabel.htm