Einführung - Highspeed per Satellit

Ganz neu ist die Datenübertragung via Satellit auch nicht. Bereits vor knapp 3 Jahren gab es die ersten Anbieter, die sich aber seinerzeit wegen der hohen Kosten und technischer Probleme nicht behaupten konnten. Die Technik basiert im wesentlichen auf dem Satellitenfunk. Über eine normale Empfangsanlage (Satellitenschüssel) gelangt das Signal zu einer PC-Karte. Doch auch hier gibt es die gleiche Einschränkung wie beim Kabelnetz: Die Daten müssen ebenfalls per Modem oder ISDN-Karte angefordert werden. Der Anwender fordert so Seiten über seinen Provider an. Der versendet diese Seiten via Satellit zum Anwender. Zum Empfang nutzt der User eine der gängigen Satellitenschüsseln.

SkyDSL

Marktführer in Deutschland ist die Berliner Firma Strato (www.strato.de), mit ihrem Angebot SkyDSL für 29 DM im Monat. Da die Übertragungsrate skalierbar ist, können sie für höhrere Übertragungsgebühren bis zu 4 Mbit/s empfangen. Strato hat ein Nutzungsabkommen mit dem Satellitenbetreiber Eutelsat, der 14 Raumflugkörper unterhält. Dadurch stehen insgesamt acht Satelittenkanäle mit einer Kapazität von jeweils 34 MBit/s zur Verfügung. Zur Inbetriebnahme erhalten Sie eine PC-Karte, die als Decoder dient und ide Signale aus dem All umsetzt. Eine ISDN-Karte stellt den Kontakt zum Provider her. Wenn Sie bereits eine Satellitenschüssel ab 43 cm Durchmesser haben, können Sie diese ohne Einschränkung verwenden.
In der Praxis funktioniert dies nach folgendem Schema: Strato sammelt zunächst alle über ISDN eingehenden Seitenanforderungen und sucht die Seiten zusammen. Die Treffer werden dann an eine Erdfunkstelle der Telekom geschickt, von dort an die beiden Satelliten der Telekom transportiert und dann weiter zum Anwender. Die aufwendigste Form der Kommunikation via Satellit ist eine Sende- und Empfangsanlage, die Seiten über den Raumflugkörper anfordert und auf diesem Wege auch erhält.
So schön das klingt, im direkten Vergleich lohnt sich SkyDSL nur für diejenigen, die keine andere DSL-Technik nutzen können. Der günstige Einstiegspreis von nur 29 DM monatlich im Paket A mit bis zu 4000 Kbit/s hat so seine Fußangeln: Geschwindigkeit hat seinen Preis so kostet der Download mit 4000 kBit/s bei Strato den Kunden 83,3 Pf während, bei T-Online trotz relativ schwacher 48 kBit/s bei 2,9 Pf/min man mit 8,1 Pf pro MB dabei ist. Will man sich z.B. den Netscape 6 (25,6 MB) downloaden so müßte man dafür bei Strato und 4000 kBit/s mindestens 21,32 DM bezahlen und bei T-Online 2,07 DM dafür würde man ca. 70 min Downloadzeit einsparen. Wer die Bandbreite voll ausnutzt zahlt bis zu 833 DM pro GB!.

DirecPC

Nach dem gleichen Prinzip wie Strato arbeitet auch DirecPC, allerdings, legt der Anbieter ein anderes Preismodell zugrunde: Sie kaufen das Empfangskit einschließlich PCI-Steckkarte für den PC, die SL-Adapterbox für den Anschluß an die Sat-Antenne und die Betriebssoftware für einmal knapp 1000 DM. Neben der monatlichen Grundgebühr von 11,60 DM wird dann die tatsächlich angefallene Datenmenge abgerechnet, über die Sie sich jederzeit auf dem DirecPC-Server informieren können. Für bis zu 50 MB zahlen Sie 1,57 DM/MB. In der Staffel fallen die Preise dann bei 500 MB auf 1,39 DM/MB unf für 5 GB auf 1,16 DM/MB. D.h. dieser Dienst ist noch teuerer als Strato. Daneben sind die Anschaffungskosten noch höher.

Hardware

Weblehre Datum: 10.Dezember 2000

http://www.weblehre.de/hardware/satellit.htm