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Artikel: Jugendarbeitslosigkeit geht oftmals mit Perspektivlosigkeit einher

Jugendarbeitslosigkeit geht oftmals mit Perspektivlosigkeit einher

Weiterbildung und Höherqualifikation anstatt Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen ...

 
Gerade Jugendliche trifft der Zustand der Arbeitslosigkeit schwer, bedeutet es doch das Fehlen jeglicher Perspektive für die Zukunft. Jeder junge Mensch strebt danach, selbstständig und unabhängig von den Eltern zu werden. Man will endlich eigene Entscheidungen treffen und die Privatsphäre außerhalb der elterlichen Wohnung erweitern. Oft ist auch gerade in der Zeit des Erwachsenwerdens das Verhältnis zu den Eltern denkbar schlecht, ein Auszug ist manchmal ein wichtiger Schritt in Richtung Verbesserung der Beziehung. Findet ein junger Mensch nach der Schule aber keine Ausbildungsstelle, ist an derartige Pläne nicht zu denken, denn eigene Haushaltsführung erfordert eigenes Geld.

Einige verfügen zwar über das Glück, reiche Eltern zu haben, die ihnen eine Wohnung finanzieren, nur ist das kein Ersatz für das Bedürfnis, auf eigenen Füßen zu stehen. Es ist sowieso ein schlechter Start ins Erwachsenenleben, wenn man sich schon zu Beginn nutzlos und überflüssig fühlt.
Bevor die Jugendlichen nun "auf der Straße stehen", gibt es die Alternative einer Weiterbildung, um so eine höhere Qualifikation und damit bessere Voraussetzungen für den Erhalt einer Ausbildungsstelle zu erlangen.
Es kommt allein auf den Jugendlichen an, ob sich dieser Weg als sinnvoll erweist.
Falsch ist die Entscheidung für eine Weiterbildung auf jeden Fall, wenn sie nicht aus eigener Einsicht erfolgt, sondern nur aus dem Grund, dass die Eltern endlich Ruhe bezüglich der beruflichen Zukunft geben. Natürlich ist es z. B. nach dem Hauptschulabschluss möglich, zusätzliche Schuljahre in weiterführenden Schulen zu verbringen, ohne Interesse und Initiative wird dieses Unterfangen fruchtlos bleiben, denn schlechte Noten, egal in welcher Schulform man sie erworben hat, sind die denkbar schlechteste Voraussetzung für eine Ausbildungsstelle jeder Art.

Um eine wirkliche Verbesserung der eigenen Arbeitschancen zu erreichen, ist es unerlässlich , sich im Vorfeld über ein mögliches Berufsziel Gedanken zu machen. Hat man sich dann für einen bestimmten Bereich entschieden, ist es viel leichter, die richtigen Schritte in Richtung des anvisierten Ziels zu unternehmen. Möchte man z. B. später eine kaufmännische Tätigkeit ausüben, ist zuerst der Besuch einer Handelsschule anzuraten. Nach erfolgreichem Abschluss derselben verfügt man bereits über ein kaufmännisches Grundwissen, das bei zukünftigen Ausbildungsgesprächen sicher ins Gewicht fällt. Noch größer wird der Vorsprung vor den Mitbewerbern, wenn man z. b. in den Ferien Möglichkeiten ergriffen hat, den Wunschberuf auch in der Praxis kennen zu lernen.

Es ist hierbei nicht allein entscheidend, immer das beste Zeugnis vorweisen zu können; auch Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit können potenzielle Arbeitgeber von der Eignung für den angesteuerten Beruf überzeugen. Besonders wenn der Jugendliche auch in seiner Freizeit Interesse für seine Ausbildungswahl erkennen lässt, sind die Chancen einer Einstellung sehr hoch.

Natürlich bleibt die derzeitige Ausbildungsplatzsituation schwierig, und keine noch so große Eigeninitiative oder Strebsamkeit garantiert einen Arbeitsplatz. Es soll auch keinesfalls der Eindruck erweckt werden, dass nur antriebslose Faulenzer keine Arbeit bekommen; die Chance zu einer Ausbildungsstelle steigt aber desto mehr an, je weiter man sich durch eigene Leistung von den anderen Bewerbern abhebt. Nicht zuletzt kommt Erfolg und Selbstbestätigung dem persönlichen Auftreten zu Gute, eine positive Ausstrahlung trägt oft entscheidend zum beruflichen Erfolg bei. Außerdem gilt auch hier der Spruch "Wer nicht versucht, der nicht gewinnt". (re)
 
 
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